Lousin


Lousin hat uns besonders berührt. „Lousin“ heißt Mond, und den Weg zu eben diesem und in den Himmel hat sie leider sehr schnell angetreten. Und abends, wenn der Mond hell leuchtet, muß ich so häufig an sie denken. An die wenigen Tage, die wir mir ihr verbringen konnten, an das in den wenigen Tagen gewachsene Vertrauen und an ihren Blick, der so deutlich ihre Gewissheit wiederspiegelte, dass sie nun in Sicherheit ist und wir für sie sorgen und sie beschützen.
Sie war bei uns in Sicherheit, kein Mensch konnte ihr mehr etwas Böses antun. Das „Böse“ war jetzt „nur“ noch der Krebs, der ihren ausgemergelten, dürren Körper bereits regelrecht zerfressen hatte: Sie war übersät von Tumoren, äußerlich (Mammatumore) wie innerlich. Gegen die waren selbst wir machtlos, wir konnten nicht gewinnen, zu weit war der Krebs bereits fortgeschritten
Ihre letzte Reise trat Lousin am 26. Dezember 2009 an: es platzte ein innerlicher Tumor auf. Wir konnten ihr nur noch die letzte Liebe erweisen, sie von ihrem Leiden zu erlösen. Zurück bleibt die verzweifelte Frage: Warum nur 5 Tage in Sicherheit. Warum nur 5 Tage gefüllt mit Liebe, Fürsorge und Verständnis.
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(kastriert)